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Bürgermeisterin zu Besuch: Gemeinsam für Nachwuchs, Pflege und medizinische Vielfalt im Verbund

Rund 100 Tage nach ihrem Amtsantritt hat sich Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing ein umfassendes Bild von der medizinischen Versorgung vor Ort gemacht. Bei ihrem Besuch im Evangelischen Krankenhaus (EVK) Hattingen, einem von sieben Häusern im EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr), stand der Austausch über die Vielfalt der medizinischen Landschaft, die Nachwuchssituation sowie Parallelen zwischen Gesundheitswesen und Stadtverwaltung im Mittelpunkt.

Am Gespräch nahmen Mario Kleist, Mitglied der Geschäftsführung der Augusta Kliniken Bochum Hattingen, Dr. Andre Sander, Chefarzt und Ärztlicher Direktor am EVK Hattingen, Pflegedirektor Kevin Strenger und Anna Wollschläger, Referentin der Geschäftsführung, teil.

Ein zentrales Thema war die Rolle der Pflege. Pflegedirektor Kevin Strenger betonte deren Bedeutung als tragende Säule des Hauses: „Pflege und Medizin funktionieren nur gemeinsam.“ Eigene Auszubildende werden nach Abschluss im Haus beschäftigt, was zu einer hohen Identifikation mit dem Standort beiträgt. „Einen akuten Pflegemangel haben wir nicht, aber wir müssen kontinuierlich am Ball bleiben“, betonte Kevin Strenger. Die Wege in der Pflege seien heute vielfältig: „Dass ich einmal Pflegedirektor sein würde, hätte ich früher selbst nicht gedacht. Genau diese Perspektiven müssen wir jungen Menschen zeigen – mit Begeisterung für den Beruf.“

Auch die Bürgermeisterin griff das Thema Nachwuchsgewinnung auf und zog dabei Parallelen zur Stadtverwaltung: „Was kann Hattingen als Arbeitgeber bieten?“ Diese Frage müsse sich nicht nur die Verwaltung stellen, sondern auch die Stadt insgesamt. „Wir müssen heute überlegen, was wir brauchen, wenn die Babyboomer-Generation endgültig ausscheidet – das ist im Gesundheitswesen nicht anders“, so die Bürgermeisterin. Der EVA Ruhr Verbund mit seinen sieben Häusern und über 11.500 Beschäftigten verfolge hier eine strategisch richtige Ausrichtung, betonte Melanie Witte-Lonsing.

Ein gemeinsamer Ansatzpunkt sei auch die breit gefächerte Schullandschaft in Hattingen. Die Bürgermeisterin verwies insbesondere auf den geplanten Gesundheitstag als Aufschlag für Schulen und Berufskollegs – auch solche in freier Trägerschaft mit über 1.000 Schülerinnen und Schülern. „Neue Formate der Zusammenarbeit, gemeinsame Auftritte auf Messen und Botschaftermodelle könnten helfen, junge Menschen frühzeitig für Berufe im Gesundheitswesen zu begeistern“, da waren sich alle Gesprächspartner in der Runde einig.

Geschäftsführer Mario Kleist hob zudem die besondere Rolle des EVK Hattingen und des EVA Ruhr in der integrativen Medizin hervor. Die Bürgermeisterin hatte sich bereits selbst beim internationalen Ayurveda-Kongress des EVA Ruhr ein eigenes Bild dazu gemacht. Als Bochum im Dezember zum Treffpunkt eines weltweiten medizinischen Austauschs wurde, setzte der erste Global Ayurveda and Integrative Medicine Summit (GAIMS) ein starkes Zeichen für die Zukunft der integrativen Medizin. Ausgerichtet von der Abteilung für Neurologie und Komplementärmedizin der Augusta Kliniken Bochum-Hattingen, zeigte der Kongress eindrucksvoll die internationale Vernetzung und Innovationskraft des Verbundes.

Dr. Andre Sander, Chefarzt der Unfallchirurgie und Ärztlicher Direktor, betonte die zentrale Bedeutung des Standorts Hattingen innerhalb des EVA Ruhr, so beispielsweise in der Endoprothetik. Mit jährlich über 130 Knie- und 200 Hüftendoprothesen sei das Haus sehr gut positioniert – auch über das originäre Einzugsgebiet hinaus. Diese Expertise werde im Rahmen der Krankenhausplanung weiter gestärkt. „Es ist eine große Chance, wenn sich Häuser spezialisieren und ihre Kompetenzen gezielt einbringen“, so Sander. Sein Appell an Landes- und Bundespolitik: „Nicht jede Stadt braucht jede Spezialisierung – wichtig sind Köpfe, die Expertise bündeln und sinnvoll verteilen.“

Der Besuch machte deutlich: Stadt, Krankenhaus und Verbund stehen vor ähnlichen Herausforderungen – und wollen diese künftig noch enger gemeinsam angehen.

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