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Onco Coach begleitet Krebspatienten durch schwierige Zeit

Nach der Diagnose bleiben Patienten oft mit vielen Fragen zurück. Nicht etwa, weil das Erstgespräch mit dem Arzt oder der Ärztin nicht ausführlich genug war. „Patienten sind in dieser Situation nur begrenzt aufnahmefähig. Die schockierende Diagnose macht sie zu schlechteren Zuhörern, sie sind kognitiv oft nicht in der Lage, sich etwas zu merken“, erklärt Christoph Kokoschka. Und genau hier kommt der Onco Coach ins Spiel: Wenn sich das erste Gespräch gesetzt hat und bei den Betroffenen immer mehr Fragen aufpoppen, sorgt er für Aufklärung, indem er den Erkrankten einen Besuch abstattet.

Christoph Kokoschka geht über den Flur der Station M41. Es ist die Station der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin. In seinem grünen Wollpulli und der beigefarbenen Hose hebt er sich deutlich von seinen Kollegen aus der Pflege in ihren roten Kasaks ab. Es ist kein zufälliges Outfit, sondern eine bewusste Entscheidung: „Meine normale Kleidung soll den Patienten signalisieren, dass ich nicht gleich wieder auf Station gebraucht werde und zum nächsten Patienten weitermuss, sondern mir Zeit für sie nehme.“ Und zwar in einem geschützten Raum – ohne Patienten im Nachbarbett oder anklopfendes Pflegepersonal. Denn: „Nicht selten fließen in den Gesprächen auch Tränen.“

Zunächst bespricht Christoph Kokoschka mit den Patienten noch einmal ihre Diagnose und die bevorstehende Therapie mit den wichtigsten Nebenwirkungen. Er erklärt ihnen, wie sie der Übelkeit begegnen können, welche Ernährung hilfreich ist und was Bewegung bewirken kann. In dem Gespräch geht es aber auch um die familiäre Situation: Gibt es Angehörige, die unterstützen? Bringt die Krebserkrankung Betroffene vielleicht in eine finanzielle Notlage, weil sie ihrem Beruf nicht mehr wie gewohnt nachgehen können? Wie groß ist die psychische Belastung? Allesamt sensible Themen, die Zeit erfordern. Zeit, die sich Christoph Kokoschka für die Krebspatienten nimmt.

Hatte der examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger ab 2020 zunächst neben seiner Funktion als Stationsleitung stundenweise am Nachmittag eher nebenbei konsiliarisch unterstützt, war schnell klar, dass die onkologische Pflegeberatung deutlich mehr Aufmerksamkeit braucht. Nach seiner onkologischen Fachweiterbildung und der Weiterbildung zum Onco Coach ist Christoph Kokoschka seit 2023 nun dafür freigestellt. Genau wie seine Kollegin Ayse Yilmaz. Während sich ihre Tätigkeit auf die Beratung urologischer Krebspatienten vor und nach ihrer Operation konzentriert, begleitet Christoph Kokoschka seine Patienten während der gesamten Therapie. Wer als ambulanter Patient nur an Therapietagen ins Krankenhaus kommt, kann sich bei Bedarf telefonisch an ihn wenden. Stationäre Patienten begrüßt der Onco Coach bei jedem Aufenthalt und schaut: Wie verläuft die Therapie? In welcher Verfassung ist der Patient? Hat er abgenommen? Ist die Übelkeit Grund für die Mangelernährung? Oder liegt es an einem Mundpilz? Christoph Kokoschka sieht genau hin und hilft, wo er kann.

Was für die Patienten eine belastende Ausnahmesituation bedeutet, ist für den Onco Coach, der sowohl in der onkologischen als auch in der palliativen Pflege geschult ist, Arbeitsalltag. „Ich habe Freude daran, Menschen zu begleiten“, sagt Christoph Kokoschka, der seit seiner Pflege-Ausbildung in den Augusta Kliniken arbeitet. Kann er selbst einmal nicht weiterhelfen, vermittelt er weiter. Zum Beispiel an die sozialrechtliche Beratung. Oder an die Seelsorge, den Sozialdienst, die Psychoonkologie, an Selbsthilfegruppen oder auch an Palliativnetze und Hospizdienste. Hilfen gibt es viele – wenn man sie denn kennt.

Er gehe bewusst ohne ein Ziel in die Gespräche, sagt Christoph Kokoschka. Wohl aber mit der Intention, den Patienten zu helfen, sich selbst zu helfen. Wenn den Krebserkrankten zum Beispiel die Kraft fehlt, die zehrende Therapie fortzuführen, spreche er ihnen Mut zu, sich dem Arzt oder der Familie anzuvertrauen. Neue Motivation fördert er zutage, indem er anregt, eigene Kraftquellen aufzuspüren, ein früheres Hobby etwa. „Während der Therapie verlieren Patienten die Selbstkontrolle, vieles ist fremdbestimmt“, weiß der Onco Coach – und nennt beispielhaft vorgegebene Therapiepläne, Arzttermine oder auch das Anstechen des Ports. „Umso wichtiger ist es, dass Patienten selbst bestimmen können, womit sie sich etwas Gutes tun können.“

Gutes tut auch Christoph Kokoschka – tagein, tagaus. „Ich kann zwar nicht zaubern, aber ich kann begleiten und den Patienten und ihren Angehörigen ein offenes Ohr schenken“, sagt der Onco Coach. Und damit ist er für viele Betroffene eine wertvolle Hilfe in einer schwierigen Zeit.

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