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Über 1 Mio. Euro für neues Zytostatika-Labor der Augusta Kliniken

Prof. Dr. Behringer (links) und Dr. Kersten im neuen Labor.

Über eine Million Euro wurden an den Augusta Kliniken in das neue Labor der Zentralapotheke investiert: jedes Jahr werden hier rund 27.000 Zubereitungen für Patientinnen und Patienten hergestellt, darunter 10.000 Zytostatika-Medikationen für die überlebenswichtigen Chemotherapien bei Krebserkrankungen. Die Zubereitung kann nun unter noch höheren Reinraumbedingungen und Sicherheitsnormen erfolgen.

Seit über 25 Jahren stellt die hauseigene Augusta-Apotheke das wichtigste Mittel im Kampf gegen den Krebs her: Zytostatika werden seit Jahrzehnten bei Chemotherapien eingesetzt, da sie das Zellwachstum von Tumorzellen stoppen können. Eine hohe Qualität und die individuell bestmögliche Zusammensetzung der Substanzen sind dabei von großer Bedeutung. „Wir betreuen unsere Patienten ganzheitlich. Die Zusammenarbeit mit den Pharmazeuten direkt vor Ort erleichtert viele Abläufe. Wir können uns auf die hohe Qualität und Sicherheit der Arzneien verlassen und uns auf eine intensive, patientenzentrierte Betreuung fokussieren“, so Prof. Dr. Dirk Behringer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin.

Rund 15 bis 20 Arbeitsschritte erfolgen im Onkologischen Zentrum, bis die individualisierte Therapie festgelegt ist. Dabei wird der Herstellungsprozess immer nach dem Vieraugenprinzip überwacht: jede einzelne Dosis wird von einer weiteren Person geprüft. Eine internes Bestellprogramm gleicht die Zusammensetzung direkt mit der digitalen Patientenakte des Onkologischen Zentrums ab und sorgt so für eine hohe Patientensicherheit. „Durch die neuen Räumlichkeiten können wir unseren Patientinnen und Patienten eine weiter verbesserte Qualität der Medikationen ermöglichen, die für sie individuell und schnell direkt vor Ort angefertigt werden“, erklärt Dr. Robert Kersten, Leiter der Apotheke und des Labors.

Mitarbeiterin der Apotheke bei der Aufbereitung im Reinraum.

Die neue Arbeitsumgebung wurde zudem nach aktuellen Standards für die Arbeitssicherheit beim Umgang mit den teilweise aggressiven Substanzen angefertigt. „Ich freue mich, dass wir mit dem neuen Labor auch in Zukunft eine erstklassige Versorgung unserer Patientinnen und Patienten gewährleisten können“, betont Thomas Drathen, Vorstand der Ev. Stiftung Augusta.

Neben den klassischen Zytostatika stellt das Labor auch Substanzen für die modernen Immuntherapien her, die immer häufiger eingesetzt werden. „Durch die Fortschritte in der Medizin verbessern sich die Aussichten für unsere Patientinnen und Patienten laufend. Heute können wir die vielen verschiedenen Medikamente für die Therapien passgenau und individuell auf den Patienten zuschneiden, sodass ihnen mehr lebenswerte Zeit ermöglicht wird“, erklärt Prof. Behringer.

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