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Leitfaden für Patienten und Besucher aufgrund des Coronavirus (COVID-19)

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Grundlagen

In Deutschland erkranken jährlich ungefähr 35 von 100 000 Einwohnern an Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Die Erkrankung tritt meistens jenseits des 50. Lebensjahres auf. Risikofaktoren sind u. a. Rauchen, ein übermäßiger Alkoholkonsum und chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse.

Neben dem klassischen Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt es eine Reihe weiterer Tumoren, die in der Bauchspeicheldrüse entstehen können. Hier sind neben den Tumoren der endokrinen Pankreaszellen (neuroendokrine Pankreastumoren) vor allen Dingen auch die zystischen Pankreastumoren (IPMNs) zu nennen. Die beiden zuletzt genannten Tumore haben eine deutlich bessere Prognose als das Pankreaskarzinom. Trotzdem müssen auch diese Veränderungen operiert werden, da sie unbehandelt ebenfalls zu einer bedrohlichen Erkrankung werden.

Beschwerden

Die Symptome eines Bauchspeicheldrüsenkrebses sind unspezifisch. Häufig fallen diese Erkrankungen erst durch Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit oder eine gelbe Hautverfärbung auf. Frühsymtpome können eine neu aufgetretene Zuckerkrankheit oder eine Veränderung der Stuhlgewohnheiten (Durchfälle) sein.

Untersuchungen

Wenn der Verdacht auf eine tumoröse Erkrankung der Bauchspeicheldrüse geäußert wird, sollte umgehend eine hochauflösende Computertomografie durchgeführt werden. Diese Untersuchung hat die höchste Aussagekraft über krankhafte Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse. Ergänzt wird dieses Schnittbildverfahren durch Laboruntersuchungen, eine Ultraschalluntersuchung durch den Magen (Endosonographie) und nicht selten durch eine Endoskopie des Magens und der oberen Dünndarmabschnitte.

Die besten Chancen auf eine dauerhafte Heilung bestehen, wenn zu einem frühen Zeitpunkt operiert wird. Daher ist es entscheidend, dass auch beim leisesten Verdacht auf das Vorliegen einer Tumorerkrankung im Pankreas konsequent operiert wird. Häufig gelingt es im Gegensatz zu anderen Organsystemen nicht, vor der Operation die bösartige Diagnose durch den Pathologen sichern zu lassen. Eine abwartende Haltung ist in diesen Situation aber nicht empfehlenswert, da die Erkrankung in der Regel rasch voranschreitet.

Ablauf der Operation

Die Behandlung von Patienten mit Pankreastumoren stellt einen der Schwerpunkte des Onkologischen Zentrums unseres Krankenhauses dar. Jeder Patient mit einem Bauchspeicheldrüsenkrebs wird vor Beginn der Therapie in der Interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. Hier kommen Onkologen, Gastroenterologen, Visceralchirurgen und Strahlentherapeuten zusammen und erarbeiten ein maßgeschneidertes Therapiekonzept für jeden Patienten.

Nur die vollständige chirurgische Entfernung des Pankreaskarzinoms ermöglicht die Heilung der Erkrankung. In der überwiegenden Anzahl der Fälle ist der Kopf der Bauchspeicheldrüse betroffen. In dieser Situation muss neben der rechten Hälfte der Bauchspeicheldrüse auch der Zwölffingerdarm und die Gallenblase mit entfernt werden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Operationen ist die Rekonstruktion der Speispassage und die Einleitung der Galle- und Pankreasflüssigkeiten in den Dünndarm.

Seltener liegen die Tumoren im Schwanz oder Körper des Pankreas. In diesen Fällen wird die linke Seite der Bauchspeicheldrüse entfernt. Häufig aber nicht immer muss die Milz in dieser Situation mit entfernt werden. Im Gegensatz zur Pankreaskopfresektion entfällt bei der Pankreaslinksresektion die aufwendige Rekonstruktion, da der Gallengang und der Zwölffingerdarm nicht mit entfernt werden müssen.

All diese komplexen Operationen führen wir in unserer Klinik minimal invasiv unter Einsatz des Da Vinci® Systems durch (Robotic Surgery).  Durch den Einsatz dieses Assistenzsystems gelingen die Operationen besonders schonend, genau und blutarm. Das sind die besten Voraussetzungen für ein schnelle Erholung und ein sehr gutes Operationsergebnis in Hinblick auf Ihre Tumorerkrankung. Wir gehören zu den ganz wenigen Zentren in Deutschland und Europa, die komplexe Bauchspeicheldrüsenoperationen in dieser minimal invasiven und schonenden Vorgehensweise anbieten können.

Alternative / ergänzende Therapie

Es gibt für Bauchspeicheldrüsentumoren keine alternativ Heilungsmethode. Standard ist beim klassischen Pankreaskarzinom eine zusätzliche Chemotherapie, die sich über 6 Monate nach der Operation erstreckt. In Studien wird untersucht, ob durch eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie vor der Operation, die Aussichten auf eine dauerhafte Heilung verbessert werden können. Bisher ist die etablierte und evidenzbasierte beste Therapieoption aber die vollständige chirurgische Entfernung des Pankreastumors.

Nach der Operation (postoperativer Verlauf)

Unmittelbar nach der Operation ist vor allen Dingen eine optimale Schmerztherapie wichtig. Schmerzfreiheit führt zu einer schnelleren Wundheilung und Rekonvaleszenz. Dazu nutzen wir für die ersten Tage nach der Operation den „PDK“ (Periduralkatheter). Die Ernährung erfolgt ab dem ersten Tag über einen Ernährungskatheter, der für einige Tage nach der Operation im Dünndarm verbleibt. Der Körper muss sich zunächst auf die neue Situation umstellen. Prinzipiell darf alles gegessen werden; anfangs sollten kleine und leichte Mahlzeiten pro Tag eingenommen werden. In der ersten Zeit kann es zu einem Gewichtsverlust kommen, der später in der Regel wieder ausgeglichen wird.

Wichtig ist, dass Sie als Patient Ihre Ängste und Sorgen sowie Ihre Erwartungen offen ansprechen. Dabei unterstützen wir Sie engagiert und verständnisvoll mit unserem Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, Psychologen, Sozialarbeitern, Seelsorgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Auch für Fragen der Angehörigen steht unser Team gerne zur Verfügung.

Nach der Operation verbleiben Sie in der Regel zwei Wochen stationär bei uns.  Vor der Entlassung erfolgt ein Abschlussgespräch, in dem alle Fragen der Patienten besprochen werden. Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs steht eine Anschlussheilbehandlung zu, die wir vor der Entlassung für sie organisieren.

Besteht die Notwendigkeit einer zusätzlichen Chemotherapie besprechen wir mit Ihnen und Ihrem Hausarzt wann und wo diese Therapie erfolgen soll und kann.

Zur Entlassung erhalten Sie aus dem onkologischen Zentrum unserer Klinik einen Tumornachsorgepass, aus dem zu ersehen ist, in welchen Zeitabständen welche Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden sollen.

Alle weiteren Schritte werden natürlich auch ausführlich mit Ihrem Hausarzt besprochen.

Organisatorischer Ablauf einer Pankreasoperation

Möchten Sie sich über eine Bauchspeicheldrüsenoperation in unserer Klinik informieren? Dann rufen Sie uns bitte an (Tel 0234 517 2501) oder schreiben Sie eine E-Mail und Sie erhalten umgehend einen Termin.

Alle Patienten, die sich geplant bei uns vorstellen, werden zunächst in der Chirurgischen Sprechstunde gesehen und dann im ZAM vorbereitet. Somit können wir gewährleisten, dass Ihr stationärer Aufenthalt so angenehm und effektiv wie möglich abläuft.

Notwendige Untersuchungen, die nicht ambulant erfolgen können, werden bereits zu diesem Zeitpunkt so terminiert, dass die Operation zeitnah nach der stationären Aufnahme erfolgen kann. Bei dringlichen Gründen ist natürlich auch eine sofortige Aufnahme möglich. Alle weiteren notwendigen Schritte werden dann im stationären Rahmen durchgeführt.

Folgende Unterlagen sollten sie zur stationären Aufnahme bzw. zu ihrem Termin im Zentralen-Aufnahme-Management mitbringen:

  • Eine Einweisung zur stationären Behandlung von ihrem behandelnden niedergelassenen Kollegen
  • Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen (falls vorhanden)
  • Auflistung der von Ihnen eingenommenen Medikamente
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