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Aktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)

Es wurden zentrale Informations-Hotlines zum Thema „Neuartiges Coronavirus - COVID-19“ eingerichtet:

  • Für die Stadt Bochum wählen Sie bitte: 0234 / 910-5555
  • Für die Stadt Hattingen wählen Sie bitte die Hotline des EN-Kreises: 02333 / 403-1449

Wir möchten Sie bitten, sich bei allgemeinen Fragen zum Thema an diese Hotline zu wenden.

Leitfaden für Patienten und Besucher aufgrund des Coronavirus (COVID-19)

Chronische Verstopfung (Obstipation)

Grundlagen und Beschwerden

Bei der Obstipation handelt es sich um ein Symptom, das in sehr unterschiedlicher Art und Weise als störend bis hin zu quälend empfunden wird. Es gibt keine allgemeingültige Häufigkeit, wie oft man Stuhlgang absetzen muss, da die individuelle Häufigkeit sehr unterschiedlich ist. Der Begriff der Verstopfung beschreibt die Unfähigkeit, in subjektiv ausreichender Menge und Häufigkeit, Stuhlgang abzusetzen. Es gibt jedoch Kriterien, die für eine krankhafte Verstopfung sprechen:

Innerhalb der letzten 12 Monate treten in drei Monaten mindestens zwei oder mehr der folgenden Kriterien auf:

  • Weniger als 3 x pro Woche Stuhlgang
  • Starkes Pressen beim Stuhlgang
  • Sehr harter Stuhl
  • Gefühl der unvollständigen Entleerung trotz stattgehabtem Stuhlgang
  • Gefühl der Blockierung im Analkanal/Mastdarm
  • Unterstützung des Stuhlganges mit der Hand (Druck auf den Damm oder Ausräumen des Enddarmes)

Die Auswirkungen auf das körperliche und seelische Befinden können erheblich sein. Es kann zu Völlegefühl und Unwohlsein kommen. Viele betroffene Patienten stellen sich leider nicht bei einem erfahrenen Arzt vor. Das Symptom der Verstopfung ist bei uns weit verbreitet (ca. 20 % der Bevölkerung). Häufig lässt sich das Problem allein durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten (ballaststoffreiche Ernährung) bereits beheben. Es gibt eine Vielzahl nichtoperativer (=konservativer) und operativer Behandlungsmöglichkeiten. Grundlage hierfür ist jedoch ein ausführliches Gespräch über die Beschwerdesymptomatik (Anamnese), eine sorgfältige körperliche und auch apparative Untersuchung.

Es gibt eine große Anzahl von Ursachen für die Entwicklung einer Obstipation:

A) „Funktionelle“ Verstopfung (Ursache außerhalb des Dick- und Mastdarmes)

  • Medikamente
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Mangelnde körperliche Bewegung
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Diabetes mellitus
  • Unterfunktion der Schilddrüse, andere hormonelle Erkrankungen

B) Gestörte Transportfunktion des Darmes durch fehlerhafte nervliche Versorgung des Darmes

C) Entleerungsstörungen ( Ursachen im Beckenboden, Dickdarm oder Mastdarm)

  • Einstülpung des Mastdarmes (=Intussuszeption)
  • Aussackung des Mastdarmes (=Rektozele) als Folge einer gestörten Entleerung des Mastdarmes (=Obstruktives Defäkationssyndrom=ODS)
  • Analfissur
  • Muskuläre Erkrankungen im Beckenbodenbereich
  • Tumoren

Um die Verstopfung effektiv zu behandeln, ist es sehr wichtig die Ursache der Verstopfung genau zu eruieren.

Untersuchungen

An erster Stelle steht das ausführliche Gespräch über den Symptomverlauf und die Lebensgewohnheiten (Anamnese). In Abhängigkeit davon sollten folgende diagnostische Verfahren durchgeführt werden:

  • Spiegelung des Analkanals (Proktoskopie) und des Enddarmes (Rektoskopie)
  • Dickdarmspiegelung (Koloskopie)
  • Untersuchung der Stuhlentleerung mit Kontrastmittel mittels Röntgen oder Kernspintomographie (Defäkographie oder MRT-Defäkographie)
  • Bestimmung der Dickdarm-Passagezeit (Kolontransit Bestimmung, Hinton-Test)
  • Gegebenenfalls gynäkologische / urologische Untersuchung

Wir möchten betonen, dass es durchaus Geduld und Zeit erfordern kann, die Ursache für eine krankhafte Verstopfung herauszufinden. Patienten mit Obstipation werden interdisziplinär mit den Kolleginnen und Kollegen unserer gynäkologischen und urologischen Klinik in unserer wöchentlichen „Beckenbodenkonferenz“ besprochen.

Ablauf der Operation

Es gibt eine ganze Reihe von Ursachen der Verstopfung, die sehr effektiv durch eine Operation beseitigt werden kann.

Dabei kommt eine ganze Reihe von Möglichkeiten zum Tragen:

  • Überschüssige Mastdarmanteile können durch den Analkanal entfernt werden (STARR oder Trans STARR Operation)
  • Der Beckenboden kann bei einer Muskelschwäche mit einem Netz angehoben werden. Bei dieser Operation wird der Mastdarm begradigt (Rektopexie) und selten können auch überschüssige Darmanteile entfernt werden. Diese Operation erfolgt immer ohne Bauchschnitt und wir setzen für diese Eingriffe regelmäßig das Da Vinci® System ein.
  • In sehr seltenen Fällen müssen größere Anteile des Dickdarms entfernt werden, wenn eine Erkrankung dieser Darmabschnitte die Ursache für die Verstopfung ist. Auch diese Eingriffe erfolgen in unserer Klinik minimal invasiv ohne Bauchschnitt.

Alternative / ergänzende Therapieverfahren

Einige Ursachen der chronischen Verstopfung können ohne Operation konservativ behandelt werden.

  • Einweichen des Stuhles
  • Körperliche Betätigung
  • Änderung / Ergänzung bestehender Medikamente
  • Biofeedback-Training

Nach der Operation

Nach der Operation steht eine suffiziente Schmerztherapie in den ersten Tagen im Vordergrund. Sie können bereits am Abend der Operation wieder trinken und essen. Die Darmfunktion kommt nach den minimal invasiven Eingriffen in der Regel schnell in Gang. Zugänge (Venenzugänge, Urinkatheter) werden so schnell wie möglich entfernt, damit Sie sich wieder frei bewegen können. Der stationäre Aufenthalt dauert in der Regel nicht länger als eine Woche nach der Operation.

Vor der Entlassung wird ein ausführliches Gespräch mit Ihnen geführt, in dem geklärt wird, ob noch irgendwelche begleitenden Maßnahmen für Sie notwendig und sinnvoll sind (Medikamente, Physiotherapie etc.). Die weitere Vorgehensweise wird natürlich auch mit Ihrem behandelnden Hausarzt besprochen.

Organisatorischer Ablauf

Wenn Sie sich über eine Therapie bei chronischer Verstopfung in unserer Klinik informieren möchten, rufen Sie uns einfach an (0234 517 2501) oder schreiben Sie eine E-Mail. Sie erhalten dann umgehend einen ersten Beratungstermin.

Alle Patienten, die sich geplant bei uns vorstellen, werden zunächst in der koloproktologischen Sprechstunde gesehen und dann im ZAM vorbereitet. Somit können wir gewährleisten, dass Ihr stationärer Aufenthalt so angenehm und effektiv wie möglich abläuft.

Ein großer Teil der notwendigen Untersuchungen findet in unserer koloproktologischen Sprechstunde vor der stationären Aufnahme statt. Zwei Mitglieder des koloproktologischen Ärzteteams sind Kolleginnen und daher können wir Ihnen bei entsprechendem Wunsch eine koloproktologische Sprechstunde von Frauen für Frauen anbieten.

Folgende Unterlagen sollten sie zur stationären Aufnahme bzw. zu ihrem Termin im Zentralen-Aufnahme-Management mitbringen:

  • Eine Einweisung zur stationären Behandlung von ihrem behandelnden niedergelassenen Kollegen
  • Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen (falls vorhanden)
  • Auflistung der von Ihnen eingenommenen Medikamente
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