Wir sind rund um die Uhr für Sie da!

In lebensbedrohlichen Notfällen wählen Sie unbedingt

112

Rettungsleitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

116 117

Zahnärztlicher Notdienst

01805 986700 (gebührenpflichtig)

Notaufnahme in Bochum-Mitte

Augusta-Kranken-Anstalt Bochum
Bergstraße 26
44791 Bochum
Telefon 0234 517-0
Öffnungszeiten
00:00 - 24:00 Uhr

Notaufnahme in Hattingen

Evangelisches Krankenhaus Hattingen
Bredenscheider Str. 54
45525 Hattingen
Telefon 02324 502-0
Öffnungszeiten
00:00 - 24:00 Uhr


Aktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)

Es wurden zentrale Informations-Hotlines zum Thema „Neuartiges Coronavirus - COVID-19“ eingerichtet:

  • Für die Stadt Bochum wählen Sie bitte: 0234 / 910-5555
  • Für die Stadt Hattingen wählen Sie bitte die Hotline des EN-Kreises: 02333 / 403-1449

Wir möchten Sie bitten, sich bei allgemeinen Fragen zum Thema an diese Hotline zu wenden.

Leitfaden für Patienten und Besucher aufgrund des Coronavirus (COVID-19)

Colitis ulcerosa (Chronisch entzündliche Darmerkrankung)

Grundlagen

Die Colitis ulcerosa (CU) gehört zusammen mit dem Morbus Crohn zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Bei der CU beginnt die Erkrankung immer im Mastdarm und breitet sich von dort aus in den Dickdarm aus. Der Dünndarm oder der Magen sind im Gegensatz zum Morbus Crohn nie von der Erkrankung betroffen.

Die CU ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass der Körper die Zellen der betroffenen Darmabschnitte als „fremd“ einstuft und daher versucht, dieses Gewebe mit den körpereigenen Abwehrkräften zu zerstören.

Menschen, die über Jahrzehnte an einer CU leiden, haben ein vielfach erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

Beschwerden

Das Leitsymptom der CU sind meist blutige oder schleimige Durchfälle. Die Erkrankung verläuft typischerweise in Schüben, die oft mit Fieber und schwerem Krankheitsgefühl einhergehen.

Untersuchungen

Zunächst erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung und Erhebung der Krankheitsgeschichte. Anhand der Laborparameter kann eingeschätzt werden, ob ein akuter entzündlicher Schub der Erkrankung vorliegt.

Falls bei Ihnen der Verdacht auf eine CU geäußert wird, muss zunächst immer eine Spiegelung des Mast- und Dickdarms erfolgen (Koloskopie). Bei dieser Untersuchung werden Gewebeproben entnommen und an diesen Proben kann die Diagnose einer CU unter dem Mikroskop gesichert werden.

Bei schweren akuten Krankheitsverläufen wird häufig eine Schichtaufnahme des Bauchraumes in Form einer Computertomografie oder eine Kernspintomografie notwendig.

Im weiteren Krankheitsverlauf muss der Darm regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) gespiegelt werden, um Zellveränderungen zu erkennen, bevor ein Dickdarmkrebs entsteht (Vorsorge Untersuchung).

Ablauf der Operation

Wenn bei der CU geplant die Indikation gestellt wird, besteht die Operation aus der vollständigen Entfernung der potentiell betroffenen Darmabschnitte und somit des gesamten Mast- und Dickdarmes. Diese Operationen führen wir ausschließlich minimal invasiv durch und wir verwend für die komplexen Eingriffe das Da Vinci Robotik System. Dadurch gelingt die Operation besonders schonend und Ihre Lebensqualität nach der Operation ist deutlich besser als nach alternativen Operationsmethoden. Nach der Entfernung des Dickdarmes wird aus dem letzten Stück des Dünndarms ein Ersatzreservoir als Ersatz für den entfernten Darm geschaffen.

In seltenen Notfallsituationen (dem sogenannten toxischen Megakolon) muss die Operation am schwer entzündeten Darm erfolgen. In diesen seltenen Fällen gelingt die Operation nur über einen Bauchschnitt und es ist zunächst die Anlage eines künstlichen Darmausganges notwendig.

Alternative / ergänzende Behandlung

Initial wird die CU immer mit Medikamenten behandelt. Ziel der Therapie ist die Autoimmun Entzündung im Darm zu beseitigen. Hierfür werden Medikamente eingesetzt, die die fehlgeleitete Abwehrreaktion des Körpers hemmen: Cortison, Azathioprim und vorübergehend auch Antibiotika. In fast allen Fällen gelingt es die Entzündung zunächst mit den Medikamenten zurückzudrängen. Anschließend wird versucht, mit einer Dauermedikation (meist Azathioprim) erneute Entzündungsschübe zu verhindern oder seltener zu machen.

Nach einer Krankheitsdauer von etwa 20 Jahren ist die Gefahr einer Krebsentstehung im Darm so hoch, dass zu diesem Zeitpunkt die operative Heilung der Erkrankung eingeplant werden sollte.

Nach der Operation

Unmittelbar nach der Operation steht eine adäquate Schmerzausschaltung im Vordergrund. Die Patienten dürfen am Abend des Operationstages wieder trinken und essen. Der Aufenthalt in der Klinik dauert bei geplanten Eingriffen in der Regel 10-14 Tage. In dieser Zeit kümmert sich unser gesamtes Team (neben dem chirurgischen Team auch Gastroenterologen, Psychologen, Sozialarbeiter, Ernährungsberater und Physiotherapeuten) umfassend um Sie.

Vor der Entlassung erfolgt ein Abschlussgespräch, in dem alle Fragen besprochen werden. Sie erhalten einen ausführlichen Entlassungsbrief für Ihren Hausarzt aus dem zu ersehen ist welche Medikamente Sie weiter nehmen sollten und in welchen Zeitabständen welche Untersuchungen sinnvoll sind.

Organisation der Behandlung in unserer Klinik

Möchten Sie sich über eine Operation bei Colitis ulcerosa in unserer Klinik informieren? Dann rufen Sie uns bitte an (Tel 0234 517 2501) oder schreiben Sie eine E-Mail und Sie erhalten umgehend einen Termin.

Alle Patienten, die sich geplant bei uns vorstellen, werden zunächst in der Chirurgischen Sprechstunde gesehen und dann im ZAM vorbereitet. Somit können wir gewährleisten, dass Ihr stationärer Aufenthalt so angenehm und effektiv wie möglich abläuft.

Notwendige Untersuchungen, die nicht ambulant erfolgen können, werden bereits zu diesem Zeitpunkt so terminiert, dass die Operation zeitnah nach der stationären Aufnahme erfolgen kann. Bei dringlichen Gründen ist natürlich auch eine sofortige Aufnahme möglich. Alle weiteren notwendigen Schritte werden dann im stationären Rahmen durchgeführt.

Folgende Unterlagen sollten sie zur stationären Aufnahme bzw. zu ihrem Termin im ZAM mitbringen:

  • Eine Einweisung zur stationären Behandlung von ihrem Hausarzt / Facharzt
  • Ergebnisse ambulant durchgeführter Untersuchungen (falls vorhanden)
  • Medikamentenliste und Allergiepass (falls vorhanden)
Startseite
Patienten & Besucher
Klinikstandorte
Zentren
Experten finden