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Aktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)

Es wurden zentrale Informations-Hotlines zum Thema „Neuartiges Coronavirus - COVID-19“ eingerichtet:

  • Für die Stadt Bochum wählen Sie bitte: 0234 / 910-5555
  • Für die Stadt Hattingen wählen Sie bitte die Hotline des EN-Kreises: 02333 / 403-1449

Wir möchten Sie bitten, sich bei allgemeinen Fragen zum Thema an diese Hotline zu wenden.

Leitfaden für Patienten und Besucher aufgrund des Coronavirus (COVID-19)

Enddarmerkrankungen (Proktologie)

Grundlagen

Zu den häufigsten Erkrankungen, die in unserer koloproktologischen Sprechstunde untersucht und in unserer Klinik behandelt werden gehören:

  • Periproktitische Abszesse
    ein sehr häufiges Krankheitsbild infolge verstopfter Drüsen im Enddarmbereich
  • Analfisteln
    Folge eines periproktitisches Abszesse, wenn dieser vom Darm bis zur Haut durchbricht.
  • Analfissuren
    Ein tiefer Einriss der Haut im Analkanal, wahrscheinlich als Folge eines sehr hohen Druckes im Schließmuskelbereich
  • PiIonidalsinus
    Entzündung, die sich von der Steißbeinspitze bis zur Haut erstreckt
  • Periananvenenthrombosen
    Akute Gefäßthrombosen in Gefäßen des Analkanals, die nicht mit Hämorrhoiden zu verwechseln sind.

Beschwerden

  • Periproktitische Abszesse
    akutes, schmerzhaftes Krankheitsbild häufig in Kombination mit Fieber und Abgeschlagenheit. Eine Operation ist dringend geboten.
  • Analfisteln
    es entleert sich Flüssigkeit und manchmal sogar Stuhl über eine Öffnung der Haut in der Nähe des Anus.
  • Analfissuren
    sehr schmerzhaft bei jeder Stuhlentleerung. Führt daher häufig zur Verstopfung.
  • PiIonidalsinus
    schmerzhafte Rötung über der Steißbeinspitze, die häufig spontan zur Haut durchbricht.
  • Periananvenenthrombosen
    schmerzhafte akut auftretende Schwellung (dunkelblau) direkt am Darmausgang

Untersuchungen

Um schnell die richtige proktologische Diagnose zu stellen bedarf es in erster Linie Erfahrung. Aufwendige apparative Untersuchungen sind selten notwendig. Da es sich bei dem Großteil der Krankheitsbilder um sehr schmerzhaft akute Erkrankungen handelt, steht die zügige operative Versorgung ohne unnötige Zeitverzögerung im Vordergrund.

Folgende Untersuchungen führen fast immer zur sicheren Diagnose:

  • Erhebung der Krankheitsgeschichte
  • Körperliche, proktologische Untersuchung
  • Spiegelung des Enddarms (Proktoskopie)
  • Spiegelung des Mastdarms (Rektoskopie)

Nur vor der Therapie von chronischen Analfisteln kommen weitere Untersuchungen sinnvollerweise zum Einsatz:

  • Endosonografie des Enddarms (Ultraschall von innen)
  • Kernspintomografie des Beckens

Ablauf der Operation

  • Periproktitische Abszesse
    der Abszess muß in einer kurzen Narkose entfernt werden. Häufig kann erst unter diesen schmerzfreien Bedingungen untersucht werden, ob sich bereits eine Analfistel ausgebildet hat. Falls ja, wird diese im Rahmen der Operation primär entfernt oder mit einer Fadenmarkierung versorgt.
  • Analfisteln
    hier ist entscheidend, wie der Fistelverlauf sich zu den Anteilen des Schließmuskels verhält: Unkomplizierte Fisteln können einfach vollständig entfernt werden. Komplizierte Fisteln müssen aufwendig verschlossen werden, um das Schließmuskelorgan zu schonen. Wir verwenden hier bevorzugt das sogenannte LIFT Verfahren oder den Fistel-Plug.
  • Analfissuren
    Chronische Analfissuren, die unter medikamentöser Therpaie nicht ausheilen müssen im Sinne einer „Fissurektomie“ operativ entfernt werden.
  • PiIonidalsinus
    In der akuten Phase wird der Pilonidalsinus lediglich ausreichend entlastet. Nach Ausheilung der akuten Entzündung (in der Regel nach 6 Wochen) wird dann die zugrundeliegende Fistel vom Steißbein zur Haut sparsam ausgeschnitten (pit pricking)
  • Periananvenenthrombosen
    Das schmerzhafte Blutgerinnsel wird in einer kurzen Narkose über einen sehr kleinen Schnitt entfernt

Alternative/ergänzende Behandlungen

  • Periproktitische Abszesse
    gibt es für diese Erkrankung nicht. Eine antibiotische Therapie ist weder vor noch nach der Operation notwendig.
  • Analfisteln
    eine medikamentöse Therapie von Analfisteln gibt es ausschließlich bei den sehr seltenen Fisteln, die im Rahmen eines Morbus Crohn auftreten. Hier ist nach der Entlastung eines potentiellen Abszesses die Behandlung mit anti-TNFalpha Antikörpern (z.B. Infliximab®) sinnvoll.
  • Analfissuren
    akute Analfissuren sollten zunächst konservativ über 6 Wochen mit Salben (Diltiazemsalbe) behandelt werden. Der Wirkstoff in der Salbe entspannt den Schließmuskel und führt so häufig zum Abheilen der Fissur.
  • PiIonidalsinus
    ist eine klare Indikation zur Operation. Es gibt keine vernünftige konservative Behandlung dieser Erkrankung.
  • Periananvenenthrombosen
    auch diese Erkrankung sollte zügig der erleichternden und heilenden Operation zugeführt werden.

Nach der Operation

Nach proktologischen Operationen steht zunächst die Schmerztherapie ganz im Vordergrund. Wir infiltrieren bereits am Ende der Operation die sehr schmerzempfindliche Analregion mit einem lang wirksamen lokalen Betäubungsmittel. Obwohl bei fast allen genannten Operationen in unmittelbarer Nähe zum Darmausgang operiert wird, ist es besonders wichtig, dass Sie zügig nach dem Eingriff wieder normal Ihren Darm entleeren können. Neben der effektiven Schmerztherapie kommen hier aus Medikamente zum Einsatz, die den Stuhl vorübergehend weich halten.

Vor der Entlassung wird ein ausführliches Gespräch mit Ihnen geführt, in dem Sie vor allen Dingen über die Besonderheiten der Analhygiene in der postoperativen Phase aufgeklärt werden.

Fast alle Patienten können das Krankenhaus nach 2 oder 3 Tagen verlassen. Sie erhalten immer einen Kontrolltermin in unserer proktologischen Sprechstunde im weiteren Verlauf.

Organisatorischer Ablauf

Möchten Sie sich über eine Proktologischen Therapie in unserer Klinik informieren? Dann rufen Sie uns bitte an (Tel 0234 517 2501) oder schreiben Sie eine E-Mail und Sie erhalten umgehend einen Termin.

Alle Patienten, die sich geplant bei uns vorstellen, werden zunächst in der koloproktologischen Sprechstunde gesehen und dann im ZAM vorbereitet. Somit können wir gewährleisten, dass Ihr stationärer Aufenthalt so angenehm und effektiv wie möglich abläuft.

Ein großer Teil der notwendigen Untersuchungen findet in unserer koloproktologischen Sprechstunde vor der stationären Aufnahme statt. Zwei Mitglieder des koloproktologischen Ärzteteams sind Kolleginnen und daher können wir Ihnen bei entsprechendem Wunsch eine koloproktologische Sprechstunde von Frauen für Frauen anbieten.

Folgende Unterlagen sollten sie zur stationären Aufnahme bzw. zu ihrem Termin im Zentralen-Aufnahme-Management mitbringen:

  • Eine Einweisung zur stationären Behandlung von ihrem behandelnden niedergelassenen Kollegen
  • Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen (falls vorhanden)
  • Auflistung der von Ihnen eingenommenen Medikamente
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