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Aktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)

Es wurden zentrale Informations-Hotlines zum Thema „Neuartiges Coronavirus - COVID-19“ eingerichtet:

  • Für die Stadt Bochum wählen Sie bitte: 0234 / 910-5555
  • Für die Stadt Hattingen wählen Sie bitte die Hotline des EN-Kreises: 02333 / 403-1449

Wir möchten Sie bitten, sich bei allgemeinen Fragen zum Thema an diese Hotline zu wenden.

Leitfaden für Patienten und Besucher aufgrund des Coronavirus (COVID-19)

HIPEC (Peritonealkarzinose)

Grundlagen

Bei einigen bösartigen Erkrankungen kann es im Verlauf zu einem unterschiedlich starken Befall des Bauchfells (Peritoneum) kommen. Die meisten Patienten mit einer Peritonealkarzinose haben bereits eine lange Vorgeschichte mit operativen Eingriffen, systemischer Chemotherapie und Strahlentherapie durchlaufen. Mit einer operativen Entfernung der Bauchfellmetastasen in Verbindung mit einer Chemotherapie in die Bauchhöhle bei gleichzeitiger Überwärmung (Hyperthermie) der Bauchhöhle auf 42°C besteht für ausgesuchte Patienten eine weitere Behandlungsmöglichkeit, die wir in unserer Klinik seit 2005 zum Einsatz bringen.

Alle Patienten werden nach vollständiger Diagnostik im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz gründlich zwischen Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Anästhesisten und Visceralchirurgen besprochen. Internationale Daten der letzten Jahre zeigen, dass z.B. bei Patienten mit Dickdarmkrebs und Peritonealkarzinose 5-Jahresüberlebensraten von 30-40% erreicht werden können.

Beschwerden

Die Beschwerden einer Bauchfellmetastasierung sind unspezifisch. Eine Bauchumfangsvermehrung kann auftreten, Bauchschmerzen und Unregelmäßigkeiten des Stuhlgangs. Bei vielen Patienten wird die Diagnose jedoch erst im Rahmen von Tumornachsorgeuntersuchungen gestellt.

Welche Tumoren kommen für eine HIPEC in Frage?

  • Dickdarmkrebs und Mastdarmkrebs (Kolonkarzinom, Rektumzarcinom)
  • Eierstockkrebs (Ovararzinom)
  • Schleimbildende Tumore, die vom Blinddarm oder vom Bauchfell selber ausgehen (Appendixkariznom, Pseudomyxoma peritonei)
  • Magenkrebs

Untersuchungen

Ein stereotyper Untersuchungsablauf existiert nicht, bei den sehr individuellen Krankenvorgeschichten dieser Patienten. Neben der Untersuchung der kardio-pulmonalen Ausgangssituation der Patientin muss großer Wert auf den präoperativen Ernährungszustand gelegt werden. Gelegentlich bedarf es hier einer mehrtägigen überprüften Ernährungstherapie einschließlich einer Immunernährung. Technische Untersuchungen wie CT, Kernspintomografie, Endoskopie, Ultraschall, Endoultraschall werden dem Einzelfall entsprechend eingesetzt und können in unserem Haus vollständig durchgeführt werden. Manchmal ist vor der eigentlichen Operation eine diagnostische Bauchspiegelung nötig, um den Grad der Bauchfellmetastasierung sicher beurteilen zu können.

Ablauf der Operation

Die Operation beginnt mit der Eröffnung der Bauchhöhle und einer exakten Erfassung des Ausmaßes des Bauchfellbefalls. Das Ziel der chirurgisch erforderlichen Maßnahmen ist es, vollständige makroskopische Tumorfreiheit in der Bauchhöhle zu erreichen. Erscheint das Ziel einer Tumorfreiheit in der Bauchhöhle erreichbar zu sein, schließt sich die chirurgische Entfernung der befallenen Organe und die Entfernung des Bauchfells an. An den operativen Teil schließt sich die Gabe der Chemotherapie in die Bauchhöhle mit Überwärmung (HIPEC) an, die je nach Krankheitsbild über 30-60 Minuten durchgeführt wird. Die HIPEC kann am selben Tag erfolgen. In anderen Fällen führen wir sie mit einer Verzögerung von einigen Tagen zweizeitig durch.

Alternative / ergänzende Behandlungsmethoden

Die konservative Alternative zur HIPEC ist die systemische Chemotherapie. Dies erreicht aber in den oben genannten Situationen deutlich schlechtere Ergebnisse in Hinblick auf das tumorfreie Überleben. In den letzten Jahren hat es sich allerdings zunehmend durchgesetzt, dass Patienten vor und nach der HIPEC begleitend mit Chemotherapeutika und oder Antikörpern behandelt werden.

Nach der Operation ( postoperativer Verlauf)

Alle Patienten nach diesen z.T. sehr großen operativen Eingriffen werden für 24-48 h auf unserer Intensivstation überwacht. Um eine optimale Schmerztherapie zu gewährleisten erhalten alle Patienten am Vortag der Operation einen rückenmarksnahen Schmerzkatheter, der ca. 5 -7 Tage in der frühen Erholungsphase sehr hilfreich ist. Eine frühzeitige normale Nahrungsaufnahme und eine ebenfalls frühzeitige Mobilisation gehören zum Konzept. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes variiert von Patient zu Patient und beträgt im Mittel 14 Tage.

In der frühen postoperativen Phase begleitet Sie und Ihre Angehörige unser Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Psychologen, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern, Ernährungsberatern und Seelsorgern, um alle aufkommenden Probleme zeitnah und kompetent lösen zu können. Ihr vorbehandelnder Onkologe und Ihr Hausarzt werden von Beginn an mit einbezogen und informiert.

Sie haben nach einer solchen Operation Anspruch auf eine Anschlussheilbehandlung. Diese Reha-Maßnahme wird während Ihres Klinikaufenthaltes auf Wunsch gerne von uns für Sie organisiert.

Ein Abschlussgespräch bei Entlassung mit Festlegung von ambulanten Wiedervorstellungsterminen, Tumornachsorgeschema und Besprechung noch offener Fragen ist selbstverständlich.

Organisatorischer Ablauf

Möchten Sie sich über eine HIPEC Therapie in unserer Klinik informieren? Dann rufen Sie uns bitte an (Tel 0234 517 2501) oder schreiben Sie eine E-Mail und Sie erhalten umgehend einen Termin.

Alle Patienten, die sich geplant bei uns vorstellen, werden zunächst in der Chirurgischen Sprechstunde gesehen und dann im ZAM vorbereitet. Somit können wir gewährleisten, dass Ihr stationärer Aufenthalt so angenehm und effektiv wie möglich abläuft.

Notwendige Untersuchungen, die nicht ambulant erfolgen können, werden bereits zu diesem Zeitpunkt so terminiert, dass die Operation zeitnah nach der stationären Aufnahme erfolgen kann. Bei dringlichen Gründen ist natürlich auch eine sofortige Aufnahme möglich. Alle weiteren notwendigen Schritte werden dann im stationären Rahmen durchgeführt.

Zeigt sich im Rahmen der Diagnostik die Notwendigkeit einer Vorbehandlung, (Chemotherapie), werden für Sie alle anfallenden Termine gemacht und Kontakte hergestellt, so dass der gesamte Behandlungsplan für Sie ersichtlich und organisiert ist.

Folgende Unterlagen sollten sie zur stationären Aufnahme bzw. zu ihrem Termin im Zentralen-Aufnahme-Management mitbringen:

  • Eine Einweisung zur stationären Behandlung von ihrem behandelnden niedergelassenen Kollegen
  • Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen (falls vorhanden)
  • Operationsberichte und Entlassungsbriefe bisheriger Behandlungen (falls vorhanden)
  • Auflistung der von Ihnen eingenommenen Medikamente
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