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Es wurden zentrale Informations-Hotlines zum Thema „Neuartiges Coronavirus - COVID-19“ eingerichtet:

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Leitfaden für Patienten und Besucher aufgrund des Coronavirus (COVID-19)

Nebennierentumore (Nebennierenadenome)

Grundlagen der Erkrankung

Die Nebennieren liegen beidseits oberhalb der Nieren und sind ca. 8 -10 g schwer. Sie bestehen aus dem Nebennierenmark und der Nebennierenrinde und produzieren verschiedene Hormone (Botenstoffe):

  • Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin ® Stresshormone) Kortison (wichtig für viele Stoffwechselvorgänge, Zuckerstoffwechsel, Immunmodulation, Stresshormon)
  • Aldosteron (reguliert die Salzausscheidung in der Niere und den Blutdruck)
  • Geschlechtshormone (Androgene, Östrogene)

In den Nebennieren können verschiedene gut- oder bösartige Raumforderungen (Tumore) vorkommen:

  • Nebennierenadenome sind mit ca. 50% am häufigsten und sind gutartig.
  • Phäochromozytome im Nebennierenmark produzieren Adrenalin.
  • Nebennierenkarzinome sind bösartig, aber sehr selten.
  • Metastasen (Absiedlungen) von Tumoren aus anderen Organen

Nebennierentumore sind teilweise hormoninaktiv, teilweise produzieren sie aber auch bestimmte Hormone im Überschuss.

Beschwerden (Symptome)

Häufig machen Nebennierentumore gar keine Beschwerden und werden zufällig bei Untersuchungen aus anderen Gründen (z.B. bei der Computertomographie) entdeckt. Diese Zufallsbefunde nennt man Inzidentalome, sie sind meistens gutartig und machen nicht krank.

Sind Nebennierentumore jedoch hormonaktiv, so machen sie sich über Symptome des jeweiligen Hormonüberschusses bemerkbar:

  • Conn-Adenome (primärer Hyperaldosteronismus) produzieren übermäßig Aldosteron. Dadurch kommt es zu einem erhöhten Blutdruck und Störungen des Kaliumhaushalts, was zu Muskelschwäche, Muskelkrämpfen, vorübergehenden Lähmungen, Kopfschmerzen, gesteigertem Durst und gesteigerten Urinmengen führen kann.
  • Cushing-Adenome (adrenales Cushing-Syndrom) produziere im Überschuss Kortison. Folgen können Stammfettsucht, Stiernacken, Mondgesicht, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Osteoporose, Depressionen, typische Hautveränderungen, Immunschwäche und Muskelschwäche sein.
  • Tumore, die Östrogen (weibliches Geschlechtshormon) produzieren, können bei Männern zu Hodenschrumpfung, Unfruchtbarkeit, Ausbildung einer weiblichen Brust oder eines weiblichen Behaarungsmusters führen.
  • Tumore, die Androgene (männliches Geschlechtshormon) produzieren, können bei Frauen zu einem männlichen Behaarungsmuster, Akne, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit etc. führen.
  • Phäochromozytome produzieren Katecholamine, was u.a. einen erhöhten Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, vermehrtes Schwitzen und Gewichts-verlust zur Folge haben kann.

Untersuchungen (Diagnostik)

Bildgebende Diagnostik:

  • Ultraschall
  • Computertomographie (CT)
  • Kernspinntomographie (MRT)

Bestimmung von bestimmten Hormonen und Hormonvorstufen in Blut und Urin sowie Stimulations- bzw. Hemmtests von bestimmten Hormonen

Ablauf der Operation

Abhängig von Größe und Hormonaktivität des Tumors sowie bei Hinweisen, die den Verdacht auf einen bösartigen Tumor nahelegen, wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den internistischen ärztlichen Kollegen die Indikation zur Operation gestellt. Wird ein gutartiges Adenom vermutet, so muss meist nur der betroffene Teil der Nebenniere und nicht das ganze Organ entfernt werden. Bei dem seltenen Verdacht auf einen bösartigen Tumor (Karzinom) muss immer die gesamte Nebenniere und ggf. auch benachbarte, mitbetroffene Organe / Lymphknoten entfernt werden.

In den allermeisten Fällen kann die Operation minimalinvasiv / laparoskopisch (Schlüsselloch-Chirurgie) durchgeführt werden. Der Einsatz des Robotik-Systems (DaVinci) kann dabei die Operationsbedingungen und das operative Ergebnis deutlich verbessern. Dieser Eingriff erfolgt ausnahmslos in Vollnarkose, ein Aufenthalt auf der Intensivstation ist in der Regel nicht nötig, ebenso wenig die Platzierung einer Drainage in die Bauchhöhle.

In jedem Fall wird das entfernte Gewebe vom Pathologen feingeweblich untersucht, sodass eine sichere Aussage über die Natur des Tumors gemacht werden kann.

Alternative / ergänzende Behandlungen

Wenn Nebennierentumore nicht hormon-aktiv sind, eine gewisse Größe nicht überschreiten und keine Hinweise auf einen bösartigen Tumor bestehen, so ist keine Operation notwendig und es werden lediglich regelmäßige Verlaufskontrollen empfohlen.

Wenn operiert wurde, so muss die Hormonproduktion des verbliebenen Nebennierengewebes im Verlauf endokrinologisch überwacht werden.

Gegebenenfalls müssen Hormone, wie Kortison oder Geschlechtshormone, in Form von Tabletten substituiert werden. Auch der Blutdruck sollte im Verlauf kontrolliert werden.

Bösartige, fortgeschrittene Nebennierenkarzinome werden ggf. mittels Chemotherapie und lokaler Bestrahlung nachbehandelt.

Nach der Operation

Alle Bemühungen nach der Operation zielen auf eine möglichst rasche Genesung hin. Nach der Operation bekommen Sie eine standardisierte und schonende Schmerztherapie. Sie können noch am Abend des OP-Tags wieder normal essen. Ebenso dürfen und sollen sie bereits am OP-Tag wieder aufstehen. Alle Zugänge – z.B. Venenzugang und Urinkatheter – werden bereits in den ersten Tagen nach der Operation wieder entfernt.

Einen normalen Verlauf vorausgesetzt, liegt die Dauer des Krankenhausaufenthaltes nach der Operation bei ca. 5 Tagen. Bei Entlassung sollten sich Ihre Wundschmerzen auf ein Minimum reduziert haben.

Organisation der Behandlung in unserer Klinik

Wenn Sie sich über eine Nebennierenoperation in unserer Klinik informieren möchten, rufen Sie uns einfach an (0234 517 2501) oder schreiben Sie eine E-Mail. Sie erhalten dann umgehend einen ersten Beratungstermin.

Alle Patienten, die sich geplant bei uns vorstellen, werden zunächst in der Chirurgischen Sprechstunde gesehen und dann im ZAM vorbereitet. Somit können wir gewährleisten, dass Ihr stationärer Aufenthalt so angenehm und effektiv wie möglich abläuft.

Folgende Unterlagen sollten sie zur stationären Aufnahme bzw. zu ihrem Termin im Zentralen-Aufnahme-Management mitbringen:

  • Eine Einweisung zur stationären Behandlung von ihrem behandelnden niedergelassenen Kollegen
  • Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen (falls vorhanden)
  • Auflistung der von Ihnen eingenommenen Medikamente
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