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Aktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)

Es wurden zentrale Informations-Hotlines zum Thema „Neuartiges Coronavirus - COVID-19“ eingerichtet:

  • Für die Stadt Bochum wählen Sie bitte: 0234 / 910-5555
  • Für die Stadt Hattingen wählen Sie bitte die Hotline des EN-Kreises: 02333 / 403-1449

Wir möchten Sie bitten, sich bei allgemeinen Fragen zum Thema an diese Hotline zu wenden.

Wir haben Ihnen hier alle Informationen zur aktuellen Besuchsregelung in den Augusta Kliniken zusammengestellt.

Beratung bei V.a. familiären Brust- oder Eierstockkrebs

Informieren ...nachdenken ...Vorsorgen

Jeder weiß heute, dass ein gesunder Lebensstil, zu dem ausreichend Bewegung und Ausdauersport gehört, das Erkrankungsrisiko für Brustkrebs drastisch senkt.
Es gibt aber Risiken, die wir nicht ändern können, z.B. eine erbliche Belastung oder das Älterwerden.

Fünf bis zehn Prozent von den ca. 55 000 an Brustkrebs neuerkrankten Frauen pro Jahr bringen eine vererbte Veranlagung für Brustkrebs mit und können diese an ihre Kinder weitergeben, unabhängig vom Geschlecht.

Bei diesem erblichem Brustkrebs liegt eine Veränderung (Mutation) in den so genannten BReast-CAncer-1 (BRCA1)- oder BReast-CAncer-2 (BRCA2)-Genen vor.

Ist eine Frau zum Zeitpunkt der Brustkrebserkrankung besonders jung oder gibt es mehrere Erkrankte in der Familie, drängt sich die Frage einer genetischen Disposition auf. Um einer diffusen Angst durch Unwissen entgegenzuwirken, haben wir Hinweise auf Zugehörigkeit zu einer sogenannten Hochrisikofamilie für erblichen Brustkrebs zusammengestellt:

Zu Hochrisikofamilien werden Familien gerechnet (entweder mütterlicher- oder väterlicherseits) mit Erkrankung von mindestens:

  • 3 Frauen an Brustkrebs
  • 2 Frauen an Brustkrebs, davon 1 vor dem 51 LJ
  • 2 Frauen an Eierstockkrebs
  • 1 Frau an Brustkrebs- und Eierstockkrebs
  • 1 Frau an Brustkrebs und 1 Frau an Eierstockkrebs
  • 1 Frau an beidseitigen Brustkrebs vor dem 51 LJ
  • 1 Frau an Brustkrebs vor dem 36 LJ
  • 1 Mann an Brustkrebs und 1 Frau an Brust- oder Eierstockkrebs

Eine einfache Blutabnahme ist erforderlich, um daraus eine molekularbiologische Untersuchung auf eine Mutation der Brustkrebsgene BRCA 1, 2 oder 3 vornehmen zu können. Nur bei 5 – 10 % aller Brustkrebsbetroffenen lässt sich eine Mutation nachweisen.

Frauen und Männer, die von einer Mutation betroffen sind, müssen nicht zwangsläufig erkranken, haben aber ein deutlich erhöhtes Risiko. Betroffene Frauen erkranken ca. 20 Jahre früher als Frauen ohne Mutation und haben zeitlebens ein Risiko von 50-80% an Brustkrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch die andere Brust erkrankt, beträgt 60% und das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken liegt bei 10-40%. Betroffene Männer erkranken häufiger an Darm- und Prostatakarzinom.

Aber: Nur bei einem Viertel der Frauen aus Hochrisikofamilien liegt eine BRCA 1- oder BRCA 2-Mutation vor.

Eine Blutabnahme ist schnell gemacht, eine Untersuchung auf Genmutationen dauert ihre Zeit, das Wissen um das Ergebnis löst unweigerlich Ängste um die eigene Gesundheit aber auch um die der Angehörigen aus.

In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch durch eine Ärztin/Arzt mit besonderer Qualifikation werden die möglichen Konsequenzen bei Bestätigung einer BRCA-Mutation erörtert. Es ist wichtig zu wissen, dass man sich jederzeit gegen den Test oder das Wissen um das Testergebnis entscheiden kann.

Die Kosten für die genetische Beratung, der Gentest selber, die intensivierte Vor- und Nachsorge und eine ggfs. erforderliche psychologische Mitbetreuung werden durch die Krankenkassen übernommen, auf Antrag auch prophylaktische Operationen.

Frauen mit einer BRCA-Mutation können von einer intensivierten Früherkennung profitieren. Wird Brustkrebs früh erkannt, ist er zu 85% heilbar.

Die intensivierte Früherkennung beinhaltet:

ab dem 25. Lebensjahr (bzw. 5 Jahre vor dem frühesten Erkrankungsalter in der Familie)
Selbstuntersuchung der Brust - jeden Monat
Tastuntersuchung durch den/die Frauenarzt/ärztin - alle 6 Monate
Brust-Ultraschall - alle 6 Monate

ab dem 30. Lebensjahr (oder ab dem 35. Lebensjahr, abhängig von der Brustdrüsendichte)
Mammographie - jährlich

ab dem 40. Lebensjahr
evtl. Brust-Ultraschall Mammographie in 2 Ebenen - jährlich

zwischen dem 25. und 50. Lebensjahr bei Mitgliedern von Hochrisikofamilien (oder bei unklaren Ultraschall-/Mammographiebefunden)
Kernspinmammographie - jährlich

 

Die Vorsorgliche Entfernung beider Brustdrüsen (Brustamputation, Mastektomie) ist zur Zeit die einzige wirklich risikoreduzierende Methode bei gesunden Frauen mit Brustkrebs-Genmutation. Hierbei wird die Brustdrüse aus dem Hautmantel herausgeschält. Ob Brustwarze und Warzenhof erhalten bleiben sollen, muss risikoadaptiert entschieden werden. Die Brustdrüse wird in gleicher Narkose durch Fremd- (Silikonimplantat) oder Eigengewebe (Bauchfett) ersetzt.

Die vorsorgliche Brustamputation senkt das Brustkrebsrisiko um 95%, ein Restrisiko an Brustkrebs zu erkranken bleibt immer.

Ab 40 empfiehlt man zusätzlich die Entfernung der Eierstöcke, die zu einer Risikoreduktion für Eierstockkrebs um 97% führt. Gleichzeitig wird auch das Brustkrebsrisiko um 50% gemindert. Eine niedrigdosierte Hormonersatztherapie kann die dann auftretenden Wechseljahresbeschwerden auffangen.

Das Brustzentrum „Augusta“ Bochum arbeitet eng mit dem Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs der Universitätsfrauenklinik Köln zusammen. Der Kooperationsvertrag garantiert eine zeitnahe Beratung und Untersuchung unserer Patientinnen.

Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs
Universitätsfrauenklinik Köln
Telefon: 0221-47886509
Email: zentrum-familiaerer-brustkrebs@uk-koeln.de

Bei Fragen sind wir gerne für Sie da.

Beratung bei V.a. familiären Brust- oder Eierstockkrebs

Termine vereinbaren Sie bitte telefonisch montags bis donnerstags zwischen 08.00 Uhr und 15.30 Uhr, freitags zwischen 08.00 Uhr und 14.30 Uhr.

Telefon 0234 517-2722
Telefax 0234 517-2703
frauenklinik@augusta-kliniken.de

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