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Klinik für Pneumologie und Infektiologie

In unserer Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Infektiologie werden alle Erkrankungen der Lunge behandelt. Die Klinik ist mit dem neuesten und modernsten diagnostischen und therapeutischen Instrumentarium ausgestattet (Lungenfunktion, Spiroergometrie, Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen, Ultraschall).

Leistungsspektrum im Überblick

  • Lungenfunktionsmessung und kardiopulmonale Leistungsdiagnostik
  • Bronchologische Diagnostik
  • Bronchologische Interventionen
  • Thorakoskopie
  • Sonografie (Thorax, Abdomen)
  • Screening schlafbezogener Atmungsstörungen und Polysomnografie (Schlaflabor)
  • Infektionsdiagnostik

Besondere Versorgungsschwerpunkte

Die jetzige Klinik ist aus der Klinik für Pneumologie und respiratorische Allergologie hervorgegangen. Unter der damaligen Leitung von Professor John A. Nakhosteen wurde als besondere Spezialität die Technik der flexiblen Bronchoskopie (Spiegelung der Luftröhre und der Bronchien in Lokalanästhesie) etabliert. Die Augusta-Kranken-Anstalt war damals eine der ersten in Deutschland, die über diese Technik verfügte. Entsprechend wurde die sogenannte Bronchologie zum Haupt-Schwerpunkt dieser Klinik.

Dieser Schwerpunkt der Bronchologie hat sich bewährt, so dass unsere Bronchologie heute ein Referenzzentrum der Bronchoskopie darstellt. Schließlich unterhält unsere Klinik eine Kassenzulassung für die ambulante Bronchoskopie. Auf diese Weise können wir dazu beitragen, unsere niedergelassenen Kollegen bei der ambulanten Abklärung bronchialer oder pulmonaler Prozesse zu unterstützen, so dass unnötige Krankenhausaufenthalte und Doppeluntersuchungen vermieden werden können.

Aus dem Schwerpunkt Bronchologie ergibt sich naturgemäß der Schwerpunkt broncho-pulmonale Tumorerkrankungen, da diese Erkrankungen immer zunächst einer bronchoskopischen Abklärung zugeführt werden. Die Identifikation einer Tumorerkrankung, ihre feingewebliche Zuordnung sowie die Klärung ihrer Ausbreitung sind von zentraler Bedeutung für die Erstellung der Therapiekonzepte. Hierzu kommen in unserer Klinik spezielle Verfahren zur Anwendung, über die nur wenige Zentren verfügen, so z.B. die Autofluoreszenz zur Früherkennung von Tumoren des Bronchialsystems, der endobronchiale Ultraschall zur besseren Identifikation des zu wählenden Ortes der Gewebsentnahme sowie spezielle Nadelaspirationstechniken von intrathorakalen Lymphknoten.

Die Festlegung der optimalen Therapie geschieht weltweit in einem interdisziplinären Rahmen. In unserer Tumorkonferenz finden sich Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Pneumologen zusammen und diskutieren das bestmögliche Vorgehen entsprechend der neuesten verfügbaren wissenschaftlichen Daten. Es besteht eine Kooperation mit der Thoraxchirurgie in Wanne-Eickel (Chefarzt Dr. Erich Hecker). Die Durchführung der Chemotherapien obliegt unserer Klinik für Hämatologie und Onkologie, der Bestrahlung unserer Klinik für Radiologie.

Das besondere Gewicht des Schwerpunkts Beatmungsmedizin kommt in seiner Nennung im Kliniknamen zum Ausdruck. Was ist eigentlich Beatmungsmedizin? Unter Beatmungsmedizin werden alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren zusammengefasst, die sich der Erkennung und Behandlung von chronischen Störungen des Gasaustauschs der Lunge widmen. Darunter fallen zum einen alle schlafbezogenen Atmungsstörungen (z.B. Schlafapnoe-Syndrom), aber auch Erkrankungen, die durch eine chronische respiratorische Insuffizienz gekennzeichnet sind, also durch Störungen der Oxygenierung (= ausreichenden Beladung des Blutes mit Sauerstoff) und Ventilation (= Sicherstellung des Abatmens des im Rahmen der inneren Atmung entstehenden Kohlendioxids). Diese Erkrankungen sind in der Regel einer sogenannten nicht-invasiven Beatmung zugänglich, die zu Hause (in der Regel nachts) durchgeführt werden kann. Durch diese Beatmung werden Patienten mit chronisch-respiratorischer Insuffizienz neue Belastungsreserven im Alltag eröffnet. Indikationsstellung und Anpassung einer nicht-invasiven Beatmung sind in höchstem Grade Spezialdisziplinen. In unserer Klinik kommen alle entsprechenden Verfahren zur Anwendung.

Auch der Schwerpunkt Infektiologie wird im Kliniknamen eigens aufgeführt. Ohne Zweifel stellen Infektionen der oberen und unteren Atemwege (Sinusitis, Bronchitis und Pneumonie) mit die häufigsten Erkrankungen überhaupt dar. Darüber hinaus ist die Tuberkulose eine Erkrankung, deren Behandlung in Expertenhand gehört, da eine weite Verbreitung der Erfahrung in der Behandlung dieser Erkrankung nicht mehr sichergestellt ist.

Erstaunlicherweise ist das Gebiet der respiratorischen Infektiologie in Deutschland dennoch stark unterrepräsentiert. Die zunehmende Häufigkeit von Patientinnen und Patienten in höherem Lebensalter, mit vielfachen Begleiterkrankungen und Immunsuppression einerseits, von bakteriellen Erregern, die gegen gängige Antibiotika weniger empfindlich oder gar resistent sind andererseits, macht die Repräsentanz dieser Spezialität erforderlich. Unsere Klinik stellt sich dieser Verantwortung. Mit tatkräftiger Unterstützung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes NRW (Förderung in Höhe von 5,6 Mio Euro) wird eine eigenständige infektiologische Isolierstation aufgebaut, die auf höchster Sicherheitsstufe auch Erkrankungen durch besonders resistente oder infektiöse Erreger behandeln kann.

Asthma ist eine außerordentlich häufige Erkrankung. Ca. 5-10% der Menschen weisen ein sogenanntes hyperreagibles (also überempfindliches) Bronchialsystem auf. Asthma ist nicht heilbar, aber 95% der Patientinnen und Patienten mit Asthma können durch eine konsequente Therapie zur Beschwerdefreiheit bzw. - armut ohne Einschränkung der Lebenserwartung geführt werden. Aus dieser Tatsache ergibt sich, dass einer konsequenten Therapie ein hoher Stellenwert für Lebenserwartung und - qualität zukommt. In unserer Klinik wird daher besonderer Wert auf eine gründliche Patientenschulung gelegt.

COPD ist das Kürzel für eine chronische Obstruktion (= Behinderung des Ausatmungsflusses) und betrifft überwiegend (wenn auch nicht ausschließlich) Raucher. Raucherentwöhnung kommt daher in unserer Klinik ein besonderes Gewicht zu. Auch wenn die COPD nicht heilbar ist und nicht selten erhebliche gesundheitliche Störungen nach sich zieht, besteht für Resignation oder gar Nihilismus kein Grund. Eine sorgfältige Betreuung sichert ein Höchstmaß an körperlicher Belastbarkeit sowie eine Verringerung akuter Exazerbationen (= Verschlechterungen, meist durch Infektionen) und sonstiger Komplikationen.

Die Behandlung des Asthmas und der COPD sind geradezu ein Muster-Beispiel für eine Erkrankung, die einer integrierten Versorgungsstruktur bedarf. Daher beteiligt sich unsere Klinik an Modellen der integrierten Versorgung.

Interstitielle Lungenerkrankungen kommen seltener vor. Daher bedarf es der Expertise von Fachärzten, die besondere Erfahrungen auf diesem Gebiet aufzuweisen haben. In unserer Klinik besteht eine gründliche Kenntnis im Umgang mit diesen Erkrankungen, sei es der Sarkoidose, Lungenfibrose oder anderen Erkrankungen wie BOOP, Histiocytosis X, Lymphangioleiomyomatose, eosinophile Lungeninfiltrate usw. Dies gilt für die Techniken der Diagnostik ebenso wie für Therapien und Verlaufsuntersuchungen. Lungengerüsterkrankungen treten nicht selten im Zusammenhang mit sogenannten Autoimmunerkrankungen auf. Mit dem Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne besteht daher ein intensiver Kontakt; Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine Lungenbeteiligung werden entsprechend konsiliarisch pneumologisch untersucht.

Kontakt und Sprechzeiten

Klinik für Pneumologie
Chefarzt Prof. Dr. Santiago Ewig
Telefon 0234 517-2461
Telefax 0234 517-2463
s.ewig@augusta-kliniken.de

Sprechzeiten
Montag bis Donnerstag: 07.30 - 16.00 Uhr
Freitag: 07.30 - 14.00 Uhr

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Bergstraße 26
44791 Bochum

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40 Herzkissen spendete jetzt das Hattinger Nähcafé an die Selbsthilfegruppe Lungenkrebs der Augusta-Kliniken Bochum Hattingen.

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