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Aktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)

Es wurden zentrale Informations-Hotlines zum Thema „Neuartiges Coronavirus - COVID-19“ eingerichtet:

  • Für die Stadt Bochum wählen Sie bitte: 0234 / 910-5555
  • Für die Stadt Hattingen wählen Sie bitte die Hotline des EN-Kreises: 02333 / 403-1449

Wir möchten Sie bitten, sich bei allgemeinen Fragen zum Thema an diese Hotline zu wenden.

Leitfaden für Patienten und Besucher aufgrund des Coronavirus (COVID-19)

Patienteninformationen über den Noro-Virus

Bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen ist eine Magen-Darm-Infektion durch Noroviren festgestellt worden. Mit diesem Informationsblatt möchten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zum Erreger, zur Erkrankung und zu den erforderlichen Hygienemaßnahmen beantworten.

Noroviren kommen weltweit vor. Sie gelten heute als eine der häufigsten Verursacher für Magen- und Darmerkrankungen beim Menschen, die nicht durch Bakterien hervorgerufen werden. Alle Altersgruppen können von einer Norovirus-Infektion betroffen sein. Da sich das Virus schnell in seinem Aufbau verändert, kann sich unser Immunsystem nicht langfristig auf diesen Erreger einstellen. Dadurch ist der Mensch auch nach einer durchgemachten Infektion nicht immun, sondern kann erneut an diesem Virus erkranken.

Typische Krankheitssymptome sind akute Durchfälle und schwallartiges Erbrechen. Häufig kommt es zu Bauchschmerzen und Übelkeit, seltener zu Gelenkschmerzen und Fieber. Bereits sechs Stunden nach der Infektion können die ersten Symptome auftreten, die dann gewöhnlich ein bis drei Tage andauern.

Bereits 10-100 Viruspartikel können einen Menschen krank machen. Dadurch sind Noroviren besonders ansteckend. Die Viren werden über den Stuhl und das Erbrochene des Betroffenen ausgeschieden. In den meisten Fällen werden die Erreger dann über die Hände auf Gegenstände und Oberflächen (z.B. Telefon, Türklinke) weitergegeben und können von dort weitere Personen infizieren. Ebenso ist eine Ansteckung über kleinste Tröpfchen, wie sie beim Erbrechen entstehen möglich.

Eine spezielle Behandlung gegen die Noroviren gibt es nicht. Aufgrund der starken Wandlungsfähigkeit des Erregers ist auch eine Impfung nicht möglich. Somit können lediglich die Symptome behandelt werden. Möglicherweise verlieren Sie durch die Durchfälle viel Flüssigkeit, die wieder zugeführt werden muss. Der behandelnde Arzt wird die empfohlene Trinkmenge mit Ihnen besprechen. Gegebenenfalls ist die Gabe einer Infusion erforderlich.

Viele Patienten im Krankenhaus sind aufgrund ihrer Erkrankungen abwehrgeschwächt. Da diese Personen besonders empfänglich für Infektionen sind, müssen sie vor einer Weiterverbreitung von Noroviren besonders geschützt werden. Dazu sind einige spezielle Hygienemaßnahmen erforderlich.

Vielleicht empfinden Sie als betroffener Patient die erforderlichen Hygienemaßnahmen als etwas Unangenehmes. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ein Krankenhaus mit vielen infektionsanfälligen Patienten konsequente Maßnahmen ergreifen muss, um unbedingt eine Weiterverbreitung von Noroviren zu vermeiden. Seien Sie versichert, dass Ihre medizinische und pflegerische Versorgung darunter nicht leidet.

  • Ihre Unterbringung im Krankenhaus erfolgt in der Regel in einem Einzelzimmer. Individuell kann durch den behandelnden Arzt oder durch die Hygienefachkraft festgelegt werden, ob Sie sich mit anderen Patienten die an einer Norovirusinfektion erkrankt sind, ein Mehrbettzimmer teilen. In jedem Fall erhalten Sie eine separate Toilette.
  • Der häufigste Übertragungsweg sind Ihre Hände. Daher ist die wichtigste Hygienemaßnahme die richtige Händedesinfektion, insbesondere nach den Toilettengängen. Das Pflegepersonal wird Ihnen gerne die richtige Durchführung der Händedesinfektion erläutern. Achten Sie bitte stets darauf, dass die vorgeschriebene Einwirkzeit des Händedesinfektionsmittels eingehalten wird.
  • Ärzte, Pflegekräfte und Besucher werden bei direktem Kontakt zu Ihnen einen Schutzkittel und Handschuhe tragen.
  • Leiden Sie an Erbrechen, schützen sich Personal und Besucher zusätzlich mit einer Maske.
  • Bitte verlassen Sie nicht eigenständig das Zimmer. Melden Sie sich vorher beim Pflegepersonal, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu erfragen.
  • Die oben beschriebenen Hygienemaßnahmen können zum größten Teil aufgehoben werden, wenn Sie zwei Tage weder Durchfälle noch erbrochen haben. Da die Noroviren anschließend aber noch bis zu 14 Tagen mit dem Stuhl ausgeschieden werden, muss weiterhin nach jedem Toilettengang eine Händedesinfektion durchgeführt werden.

Selbstverständlich dürfen Sie innerhalb der Besuchszeiten jederzeit Ihre(n) Angehörige(n) besuchen. Melden Sie sich bitte vor dem Betreten des Zimmers beim Pflegepersonal. Sie werden dann in die erforderlichen Hygienemaßnahmen eingewiesen. Denken Sie bitte daran, vor jedem Betreten und insbesondere nach jedem Verlassen des Zimmers eine korrekte Händedesinfektion durchzuführen. Achten Sie bitte darauf, dass in der Zeit der akuten Erkrankung die Anzahl der Besucher so gering wie möglich gehalten wird. Vermeiden Sie bitte anschließende Besuche weiterer Patienten im Krankenhaus.

Ist die reguläre medizinische Behandlung abgeschlossen, steht einer Entlassung nichts im Wege. Allerdings sollten Sie auch zu Hause zum Schutz Ihrer Angehörigen einige Hygienemaßnahmen beachten. Waschen Sie sich nach jedem Toilettengang gründlich die Hände und benutzen Sie ein eigenes Handtuch. Bis zu zwei Wochen nach Beendigung der Durchfallerkrankung sollten Sie wenn möglich keine Lebensmittel für Ihre Angehörigen zubereiten.

Bei Fragen helfen Ihnen unsere Hygieneexperten gerne weiter.

Hygieneabteilung in Bochum-Mitte
Telefon 0234 517-1559

Hygieneabteilung in Hattingen

Telefon 02324 502-5416

hygiene@augusta-kliniken.de

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